Kokain im Urwald

Drogenanbau vernichtet Regenwald

Kokain im Urwald Dschungel
Kokain: von Argv0 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Der Anbau von Coca zur Kokainproduktion zerstört den Urwald. Denn wo einst Regenwald stand, wachsen heute die Drogenpflanzen.

Die Indianer nutzen die Coca Pflanze auf traditionelle Weise. Doch heute bringt der Anbau von Coca Gewinn, wenn die Bauern die Pflanze an Kokainlabore oder Kokainkartelle verkaufen. Insgesamt hat der Drogenanbau bereits mehr als 2.5 Millionen Hektar Wald zerstört, so die Süddeutsche.de vom 17. Mai 2010.

Die Drogen schädigen nicht nur die Konsumenten, sondern auch das Ökosystem Regenwald. Polizei und Militär setzen Entlaubungsgifte ein und richten damit verheerende Schäden an. Und die Bauern, die Drogen anbauen, ziehen sich immer weiter in den Wald zurück, um nicht belangt werden zu können. Dazu müssen sie neue Waldstücke roden. 

Kokain im Urwald: Rückstände vergiften den Regenwald

Sogar in Naturschutzgebieten wachsen bereits Coca Pflanzen für die Herstellung von Kokain. Denn das Klima des Amazonas eignet sich besonders gut für den Drogenanbau: Im feucht-heißen Klima des Amazonas gedeihen die Drogenpflanzen am besten.

Bei der Produktion des Kokains wird ein Chemikaliencocktail gebraucht. Um das Kokain aus den Blättern zu gewinnen, werden Schwefelsäure, Kerosin und Ammoniak genutzt. Dabei verseuchen die Rückstände den Regenwald.

Der Drogenschmuggel hat gleichzeitig die organisierte Kriminalität ins Leben gerufen. Die brasilianische Stadt Manaus gilt bereits als Drogenmetropole. 

 

Bruce Parry, BBC Reporter, berichtet aus einer illegalen Kokain Fabrik im Dschungel.


Quellen:

Über Bernd Kulow 118 Artikel
Als Journalist gestalte ich diese Webseite. Gearbeitet habe ich für dpa, DIE ZEIT, stern, Frankfurter Rundschau, Hörfunk und Fernsehen. Der Regenwald hat mich von klein auf fasziniert. Mehrfach war ich in Mittel- und Südamerika unterwegs. Dabei hat der Amazonas Dschungel den stärksten Eindruck hinterlassen. Heute lebe ich als freier Journalist, Fotograf und Webdesigner im schönen Freiburg. Ich danke allen, die über die Werbebanner und -links bestellen. Damit unterstützen Sie meine Arbeit für diese Webseite ohne selber Nachteile zu haben. Wir dürfen diesen wertvollen Wald nicht weiter vernichten. Action! Tun wir etwas dagegen.

Hier kannst du kommentieren

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*