An den Brennpunkten des Amazonas

Spannende Reportage aus dem Regenwald

Der international bekannte Journalist Martin Specht berichtet in seinem neuen Buch hautnah von den aktuellen Ereignissen im Amazonas.

Er lebt mit den Tikuna, eine der 400 indigenen Gruppen im Amazonas. Berichtet aus dem Länderdreieck, wo Brasilien, Peru und Kolumbien ohne Grenzkontrollen aneinanderstoßen – berüchtigt wegen der Drogenschmuggler, Goldsucher und Hasardeure. Alle brennenden Themen tauchen auf in dem 220 Seiten starken Buch: die politischen Prozesse und die Lage der Indigenen, Corona wie der Klimaschutz, die Guerilleros wie auch die Zerstörung des Regenwalds durch Sojaboom, Bodenschätze und Rinderzucht. Und ausführlich geht er der Frage nach wie die Regenwälder geschützt werden können.

Martin Specht schreibt flüssig, klar und eindrücklich. Und die Aussagen sind belegt. Dabei beleuchtet er die Konflikte und Auseinandersetzungen im Brennpunkt Amazonas von den unterschiedlichen Seiten und Interessen. Deutlich wird immer wieder, wie umfassend und gründlich der Journalist recherchiert, mit den betroffenen Menschen direkt spricht und deren Einstellungen und Sichtweiten in seine Reportagen einbezieht. Das Erzählte wirkt überzeugend, weil der Autor sich offen und vorurteilsfrei auf die Gegebenheiten vor Ort einlässt.

Brennpunkt Amazonas: Riesiger Regenwaldbaum mit Mensch

Dabei setzt er sich Risiken und Gefahren aus, die das Herumreisen im Amazonas mit sich bringen. Nur so gelingt es ihm einen anschaulichen Überblick über die Lage der Regenwälder im Amazonas zu geben.

Im Camp der Guerilleros

Über 50 Jahre lang führten Guerilleros einen bewaffneten Kampf im Amazonas Dschungel gegen die kolumbianische Regierung. Erst 2017 kam es zu einem Friedensabkommen zwischen der FARC, der größten Guerilla-Organisation und er kolumbianischen Regierung. In Folge legten die Guerilleros ihre Waffen nieder. Martin Specht erhielt die Erlaubnis ein Camp tief im Wald zu besuchen. Dort werden die ehemaligen Guerilleros für ein ziviles Leben ausgebildet. Bewacht von der Armee. Doch welche Chancen haben die ehemaligen Dschungel-Kämpfer wirklich? Nehmen sie die Angebote von Drogenkartellen an im Dschungel Drogenlabore zu bewachen? Dem Journalisten gelingt es, mit einem ehemaligen Kommandeur der Guerilleros zu sprechen.

Brennpunkt Amazonas: Welche Zukunft?

Martin Specht geht den wichtigen Fragen auf den Grund. Wie stellt sich die Lage des Amazonas Regenwalds am Anfang der 20er Jahre unseres Jahrhunderts dar? Wie macht sich der Klimawandel bemerkbar? Wie leben die Indigenen? Inwieweit können sie den Wald schützen? Welche Auswirkungen auf den Bestand des Regenwalds und das Leben seiner Bewohner hat die rechtspopulistische Regierung in Brasilien? Welche Wege bleiben den Umweltaktivisten offen? Welche Konflikte beherrschen die Gegenwart im Amazonas?

Auf seinen Recherchen begegnet Martin Specht den unterschiedlichsten Menschen. Dabei trifft er viele, die sich mit Herzblut dem Schutz von Mensch, Tier und Natur widmen. „Darin liegt für mich vielleicht die größte Hoffnungfür einen Erhalt der Amazonas-Regenwälder. Darin, dass es immer wieder Menschen gibt, die die indigenen Gruppen und das Leben in der Amazonas-Region wertschätzen. Egal, ob andere sie für verrückt erklären, ob es gefährlich ist oder einen finanziellen Verlust bedeutet.“

Quelle:

Über Bernd Kulow 167 Artikel
Als Journalist gestalte ich diese Webseite. Gearbeitet habe ich für dpa, DIE ZEIT, stern, Frankfurter Rundschau, Hörfunk und Fernsehen. Der Regenwald hat mich von klein auf fasziniert. Mehrfach war ich in Mittel- und Südamerika unterwegs. Dabei hat der Amazonas Dschungel den stärksten Eindruck hinterlassen. Heute lebe ich als freier Journalist, Fotograf und Webdesigner im schönen Freiburg. Ich danke allen, die über die Werbebanner und -links bestellen. Damit unterstützen Sie meine Arbeit für diese Webseite ohne selber Nachteile zu haben. Wir dürfen diesen wertvollen Wald nicht weiter vernichten. Action! Tun wir etwas dagegen.

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